Mitteilungen
Veröffentlicht am 28.08.2020

5 Fragen der Westdeutschen Zeitung - hier meine Antworten.

5 Fragen der Westdeutschen Zeitung - hier meine Antworten.

• Wo sehen Sie Wülfrath in fünf Jahren?

In vielen Punkten weiter als heute, weil wir folgendes geschafft, bzw. angestoßen haben:

- Der Wohnungsbau zeigt erste Auswirkungen, da sich die Zahl der Einwohner der Marke von 22.000 nähert. Dabei sind es vor allen Dingen die innerstädtische Lücken die geschlossen, bzw. optimiert wurden.

- Das ÖPNV Netz ist attraktiver durch den Mix von mehr Schnellbussen (die dadurch die Nutzung der S-Bahn und Regiobahn für den Verbraucher attraktiver machen) und Bürgerbussen die unsere Bürger* innen in den Außenbezirken schnell und zuverlässig in die Innenstadt bringen.

- Die Verwaltung ist digitaler und auch der Ausbau von schnellem Internet ist hoffentlich abgeschlossen.

- Die durchgeführten Bürgerversammlungen sind sehr gut angenommen worden. Das hat für ein besseres Ansehen der Verwaltung und Ihrer Arbeit gesorgt. Immer mehr Bürger bringen sich mit Ideen ein.

- Es konnten neue Gewerbeflächen erschlossen werden und dadurch haben sich neue Firmen in Wülfrath niedergelassen.

- Der Nahversorger in der Ellenbeek wird sehr gut angenommen und eine seit Jahren inakzeptable Lücke geschlossen.

- Die neue Feuerwache ist nicht nur beschlossen, sondern wird auch konkret umgesetzt

• Wie möchten Sie den städtischen Haushalt ausgleichen- wann kann Wülfrath schuldenfrei sein?

Diese Frage zu beantworten ist fast unmöglich. Das haben seit vielen Jahren mindestens 3 Hauptberufliche Bürgermeister mit den jeweiligen Räten durch viele Haushaltskonzepte schon versucht.

Ich kann nur versichern, gemeinsam mit der Verwaltung, der Politik, aber auch vermehrt mit den Bürger* innen dieser Stadt alle möglichen Ideen und Maßnahmen auszuschöpfen um die Überschuldung der Stadt und die Kassenkredite so weit wie möglich abzubauen.

Wir können aber noch so gut und ideenreich sein, wenn die Gewerbesteuer einbricht, oder wie jetzt die Corona Pandemie zuschlägt sind alle Ideen und Maßnahmen zum Teil erfolglos.

Deshalb müssen die Städte weiter auf einen Schuldenschnitt oder auch auf Hilfe von Bund und Land hoffen.

Es ist ja relativ einfach. Wenn wir gut und solide wirtschaften und sogar einen Überschuss von ca. 1 Mio im Jahr machen, dauert es fast 45 Jahre nur um den Kassenkredit zu tilgen.

Das Monheimer Modell, die Gewerbesteuer so abzusenken dass sich viele Firmen in der Stadt niederlassen konnte nur gelingen weil es Grundstücke gab die diese Ansiedlungen möglich gemacht haben. Diese Voraussetzung fehlt uns, nicht nur aufgrund unserer Topografie, sondern auch aufgrund unserer Kalkgeschichte und den Steinbrüchen.

Wie sieht die Verwaltungsarbeit der Zukunft aus?

Deutlich digitaler. Der Bürger hat auf einer übersichtlich und nutzerfreundlichen neuen Homepage die Möglichkeit einfache Verwaltungsvorgänge direkt von zu

Hause aus zu erledigen.

Für viele andere Vorgänge gibt es die Möglichkeit, nach Terminabsprache, direkt am eigenen PC mit dem zuständigen Mitarbeiter als Videokonferenz nicht nur Vorgänge direkt zu besprechen, sondern auch abschließend auszufüllen und weiterzuleiten.

Eine Option ist für mich auch eine Art „Bürgerservicebüro“ zum Beispiel in der Medienwelt zu installieren. Wieso kann ich zum Beispiel nicht in der Verwaltung etwas beantragen und in der Medienwelt abholen. Dies würde auch wieder zu einem kleinen Teil die Innenstadt beleben.

Wie interpretieren Sie Zukunft in Bezug auf die Stadt Wülfrath?

Wir müssen uns immer, in einem stetig überprüfenden Prozess mit der Zukunft unserer Stadt beschäftigen. Dazu gehört der politische Austausch, aber auch der bessere Bürgerdialog. Das erzeugt Vertrauen und Respekt vor den Positionen und Meinungen anderer. In Zukunft wird unsere tolle und liebenswerte Stadt noch ein wenig schöner, sauberer, innovativer und eben „Fit“ für die Zukunft gemacht. Das gelingt nur gemeinsam mit allen handelnden Akteuren.

Wülfrath ist eben „DIE“ Stadt im Kreis Mettmann und der Region mit dem speziellen „etwas“, was das Besondere ausmacht.

Angenommen sie werden Bürgermeister: Worauf freuen Sie sich in Bezug auf ihr Amt ganz besonders?

Auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohle unserer Stadt mit allen handelnden Akteuren, sei es aus Verwaltung, Politik, Bürger* innen, Vereine, Verbände. Ich möchte und will etwas bewegen. Dies gelingt nur mit harter und konsequenter Arbeit. Ich habe immer gesagt, das ist ein 24 Stunden Job mit einer 7 Tagen Woche. Dazu bin ich bereit freue mich darauf, wenn ich die Wahl gewinnen sollte. Das Schöne an der Kommunalpolitik ist im Gegensatz zu Bund und Land, dass man Ergebnisse und Veränderungen kurz- bis mittelfristig immer sehen und erleben kann. Das macht diese Aufgabe für mich im politischen Alltag so reizvoll.

Das Besondere daran ist, seine Heimat- und Geburtsstadt gemeinsam mit anderen positiv zu entwickeln und für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein.