Mitteilungen
Veröffentlicht am 07.06.2020

Meine Antwort auf die Frage von Taeglich.ME zum Bürgerbus

Meine Antwort auf die Frage von Taeglich.ME zum Bürgerbus

„Könnte ein Bürgerbus in Wülfrath ÖPNV-Lücken füllen?“

Die Frage kann man eigentlich ganz einfach mit „Ja“ beantworten.

Allerdings gibt es ein großes „Aber“, leider... Die Situation der Anbindung an den S-Bahnhof Aprath ist seit Inbetriebnahme unbefriedigend.

Die Wülfrather Verwaltung hat in den letzten Jahren immer wieder erfolglos versucht, eine Taktverdichtung zum Bahnhof Aprath mit den Wuppertaler Stadtwerken zu erreichen.Die ernüchternde Antwort war, dass die Wirtschaftlichkeit für eine Taktverdichtung nicht gegeben sei.

Eine bessere Anbindung durch den Einsatz eines Bürgerbusses könnte eine Antwort sein. Doch dies ist nicht die einzige Baustelle, die wir im ÖPNV haben.

Die Anbindung an den neuen Bahnhof Düssel der Regiobahn muss von Anfang an besser gelingen. Fatal wäre es, wenn die Fahrt von Wülfrath nach Mettmann kürzer wäre als nach Düssel. Aber auch eine evtl. direkte Verbindung der beiden Bahnhöfe (Düssel und Aprath) ist eine Option, die geprüft werden muss.

Es gab im September 2018 eine Initiative der beiden Ratsmitglieder Walter Brühland (CDU) und Andrè Herbes (WG), die sich im Vorfeld intensiv mit der Gründung und dem Betrieb eines Bürgerbusses auseinandergesetzt haben. Auf einer Informationsveranstaltung wurden mögliche Strecken (Flandersbach/Rohdenhaus und Ellenbeek/Flehenberg) präsentiert. Unterstützer dieser Idee waren vorhanden, wie z. B. durch die Bürgervereine Wülfrath und Rohdenhaus. Auch einzelne Bürger waren bereit, das Angebot nicht nur zu unterstützen, sondern auch zu nutzen.

Allerdings ist der gut vorbereitete Versuch eines Vereins „Bürgerbus für Wülfrath“ nicht an Kosten oder Unterstützer gescheitert, sondern an der Bereitschaft von Bürgern, diesen Bus zu fahren. Woran dies gelegen hat, kann man nur spekulieren, es bringt aber im Ergebnis nicht weiter. Ein Fazit gibt es aber, der Bedarf ist eindeutig da. Wie ein Streckennetz aussehen sollte, muss erarbeitet werden. Dafür muss ein Nutzerverhalten analysiert werden. Die Gründung eines Vereins sollte aber in jedem Fall erneut angestoßen werden.

Ich hatte in meiner Rede auf der Mitgliederversammlung der CDU bereits u. a. auf den Betrieb eines Bürgerbusses hingewiesen. Da ich eine frühzeitige Bürgerbeteiligung sehr wichtig finde und Bürgerversammlungen verteilt auf unser Stadtgebiet wieder regelmäßig einführen möchte, könnte auf diesen Bürgerversammlungen nicht nur die Idee vorgestellt werden, sondern auch für die Gründung des Vereins und einer Mitarbeit geworben werden.

Ich würde mir sehr wünschen wenn dies gelingt, da wir dadurch nicht nur eine bessere Anbindung an unser Schienennetz erhalten, sondern auch die Stadtteile besser erreichbar machen. Auch im Hinblick auf den demographischen Wandel ist es eine wichtige Entscheidung für die Zukunft unserer schönen Stadt.